Zur
Ausgangssituation
Brustkrebs ist eine Erkrankung, deren Verlauf sich
häufig über Jahre hinweg erstreckt und die zu erheblichen
physischen und psychischen Leiden, Funktionsverlust
und Einschränkung der Lebensqualität führt. Deshalb
spielen psychosoziale Aspekte in der Auseinandersetzung
mit und im Verlauf einer Brustkrebserkrankung eine
wichtige Rolle. Gleichzeitig stellt die psychosoziale
Begleitung von Brustkrebspatientinnen wichtige Anforderungen
an die Verantwortlichen im Gesundheitswesen. Es handelt
sich um einen Bereich, der in hohem Maße von einer
guten Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, Angehörigen
und professionellen Helfern profitiert.
Im Bericht der Arbeitsgruppe „Brustkrebs: Mortalität
vermindern, Lebensqualität erhöhen“ zur Entwicklung
der deutschen Gesundheitsziele heißt es, dass adäquate
psychosoziale Betreuung von Beginn der Diagnose an
nicht in ausreichendem Maße angeboten und durchgeführt
wird, obwohl sie die Lebensqualität der Betroffenen
verbessert. Wir können davon ausgehen, dass diese
Situation auch auf Sachsen zutrifft. Durch den medizinischen
Fortschritt wird die Überlebenszeit der Erkrankten
länger. Demzufolge wird der Bedarf an Betreuung noch
ansteigen. Der Verlauf der Diskussionen im Rahmen
dieses Workshops hat dieses bestätigt.
Deshalb wird folgender Beschlussvorschlag zur Entscheidung
vorgelegt.
B e s c h l u s s v o r s c h l a
g
Es soll eine Plattform
entstehen, die im Freistaat Sachsen eine bedarfsgerechte
und qualitätsgesicherte psychosoziale und psychoonkologische
Betreuung von an Brustkrebs Erkrankten gewährleistet.
- Die Anwesenden unterstützen in geeigneter Weise
einen Kommunikationsprozess, der Voraussetzung für
die Bildung eines Netzwerkes ist.
- Die Sächsische Krebsgesellschaft bereitet die
Logistik für eine Plattform vor. Damit wird ein
konzeptionelles Vorgehen in einheitlicher, wissenschaftlich
abgesicherter Weise ermöglicht. Einrichtungen, Verbände,
Vereine, Selbsthilfegruppen, Leistungsträger und
Leistungserbringer werden angesprochen, damit aktive
Mitarbeit und Interessenvertretung möglich
sind.
- Die Öffentlichkeitsarbeit der Plattform wird gemeinsam
von der Sächsischen Krebsgesellschaft und dem Sächsischen
Staatsministerium für Soziales gestaltet.
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